Antrag Flächenteilung Altstadtpark – Kindergarten Bachlechnerstraße

Die Gemeinderatspartei „Für Hall – Unabhängige Bürgerliste“ stellt zu Tagesordnungspunkt 12. „Kindergarten Bachlechnerstraße“ der Gemeinderatssitzung vom 06.07.2016 nachstehenden

ANTRAG:

Flächenteilung Altstadtpark – Kindergarten Bachlechnerstraße

Der Gemeinderat wolle beschließen, dass im Falle eines Beschlusses für einen Zubau im Gartenbereich des Kindergartens Bachlechnerstraße eine in der Größe diesem Zubau entsprechende Fläche des Altstadtparks dem Kindergarten zur alleinigen Nutzung zugeschrieben wird.

Begründung:

Die bestehenden Räumlichkeiten des Kindergartens Bachlechnerstraße sind beengt und laut Julia Raich, Pädagogische Aufsicht für den Raum Innsbruck Land-Ost, an der Untergrenze der zulässigen Raumgrößen. Der Ausbau des ersten Stocks bedingt durch die baulichen Gegebenheiten ebenfalls, dass die Räume, die zur Kindergartennutzung hinzugewonnen werden, relativ klein ausfallen müssen. Umso wichtiger ist es daher für einen erfolgreichen Betrieb des Kindergartens, dass die Kinder möglichst viel Zeit spontan im Freien verbringen können. Daher ist ein eigener Garten mit ausreichender Grundfläche unverzichtbar für den Kindergarten.

Berücksichtigt man zusätzlich noch die Tatsache, dass gerade die Kinder, die den Bachlechner-Kindergarten besuchen im Altstadtbereich wohnhaft sind, in dem keine Gärten zur Verfügung stehen, so wird deutlich, dass den Kindern zumindest in der Zeit, in der sie außer Haus betreut werden, genügend Bewegungsangebot im Freien gemacht werden muss.

Neben den anderen Kindern und den ErzieherInnen stellt der die Kinder umgebende Raum den „dritten Pädagogen“ dar. Diese erziehungswissenschaftliche Erkenntnis bezieht sich nicht nur auf Innenräume, sondern genauso auf Außenräume. Durch eine Führung des Kindergartens als Ganztageseinrichtung wird der Kindergarten noch viel mehr zu einem Lebensraum für die Kinder als er es jetzt schon ist.

Dadurch steigen auch die Anforderungen an das Kindergartenpersonal die Kinder aus gesundheitlichen, umweltpädagogischen und entwicklungstheoretischen Gründen hinaus in die Welt zu begleiten. Dies soll ihnen durch eine ausreichend große Gartenfläche, die dem Kindergarten zur alleinigen und jederzeitigen Benutzung zur Verfügung steht, ermöglicht werden.

Durch den Zubau schrumpft das bestehende Gartengrundstück des Kindergartens um ca. 300m². Hingegen wächst die Anzahl der Kinder durch den Um- und Zubau um die Hälfte auf ca. 120 Kinder. Um dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder Genüge zu tun und gegebenenfalls eigene Gartenbereiche für die kleineren Kinderkrippenkinder und die größeren Kindergartenkinder einrichten zu können, ist es daher unabdingbar die durch den Zubau wegfallende Gartenfläche aus dem Bereich des Altstadtparks zu kompensieren.